Esselbach wird 1182 erstmals urkundlich erwähnt mit der damals üblichen Bezeichnung »Espelbach«. Bereits im Mittelalter führte die wichtige Ost-West-Verbindung zwischen Würzburg und Frankfurt durch Esselbach. Ab 1615 richteten die Thurn und Taxis die Poststraße durch den Spessart ein - Esselbach wurde Poststation. Deshalb steht die Poststraße im Mittelpunkt dieses Kulturweges.

Die Orte Esselbach und Kredenbach grenzen direkt aneinander. Das war in alter Zeit brisant, weil die gemeinsame Ortsgrenze gleichzeitig Landesgrenze zwischen der evangelischen Grafschaft Wertheim und dem katholischen Würzburger Territorium war.

Auch Steinmark, das erst 1617/18 lutherisch wurde, hat seine Besonderheiten:
Der »Bauern-Astronom« Johann Kern war hier zu Hause. Er war Konstrukteur einer der größten Privatsternwarten Deutschlands. Da der Kulturweg somit auch einen Bezug zur Astronomie hat, trägt er den Namen »Poststraße und Milchstraße«. Seit 1978 sind die Dörfer Esselbach, Kredenbach und Steinmark zur Gemeinde Esselbach zusammengeschlossen

Unsere Wanderempfehlung

Der 6 km lange Kulturweg durch Esselbach, Kredenbach und Steinmark führt von der „Weed" zur Esselbacher Pfarrkirche. Der Name „Weed" bedeutet Weiher und wird schon im 15. Jahrhundert erwähnt. Die Pfarrkirche von Esselbach wurde 1779 von Emanuel von Herigoyen entworfen. Der gebürtige Portugiese war Hofarchitekt des Mainzer Kurfürsten Friedrich Carl Joseph von Erthal und ging später nach München. Er gilt als Wegbereiter des Klassizismus in Süddeutschland. Weiter führt der Weg über die „Höh" nach Steinmark.Durch den Ort führt der Weg hinunter zur Salzbachbrücke. Sie verdankt ihren Namen dem Handel mit dem Salz von Bad Orb. Weiter geht es hinauf nach Kredenbach und zur alten Esselbacher Poststation, die schon 1615 errichtet wurde, als die Fürsten von Thurn und Taxis die Postroute Brüssel-Köln-Frankfurt-Würzburg-Nürnberg-Prag einrichteten.



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